Helmut Dorner
Ein Sommer wie ein Tag | Opening: 18.1., 6-9 pm
Düsseldorf, 19.01.2019 - 02.03.2019
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Pressemitteilung
HELMUT DORNER

Licht ist der Ursprung von allem Bestehenden,
und Material ist „gesehenes“ Licht. Alles durch Licht Gemachte, wirft einen Schatten und Schatten gehört zu Licht. Dort ist eine Schwelle: Licht wird Stille, Stille wird Licht – das ist eine Atmosphäre in welcher der Wunsch „zu sein“ verhaftet ist, und alles Mögliche zum Ausdruck kommen kann.
(Louis I. Kahn)


Helmut Dorner entwickelt seit den 1970er Jahren eine Haltung zur Abstrakten Malerei, die man mit Aspekten der Light and Space Movement und gleichzeitig mit der Objekthaftigkeit der Minimal Art fassen kann. Bereits 1992 wurde er zur documenta IX eingeladen, seine Arbeiten sind in Museumssammlungen wie dem Centre Pompidou Paris oder dem Kunstmuseum Winterthur vertreten.

Licht und Raum bilden in Helmut Dorners Malerei zentrale Aspekte, die in jeder seiner Serien mit der materiellen Beschaffenheit der Farbe und des Bildträgers spielen. Farbe wird von Helmut Dorner als „faktische Dinglichkeit“ begriffen, die je nach Licht- und Raumsituation die Konsistenz eines Bildes permanent verändern kann. Während Helmut Dorners voran gegangene Serien der „Öls“ und „Lacks“ mit dem Wechsel von Opazität und Transparenz gespielt haben, bildet seine aktuelle abstrakte Acrylmalerei eine Art „Membran" zwischen den unzähligen Farbschichten, die subtil unter der sichtbaren Oberfläche durchscheinen und dem realen Umraum. Nicht zuletzt verstärkt durch den Bildträger aus Holz, der schon fast als architektonisches Element erscheint.

Dorners Malerei sind „Licht- und Zeitorte“, entstanden aus einer bestimmten Situation und im Zusammenspiel mit dem Betrachter und dem konkreten Ort gleichzeitig Situation schaffend. Dieses Kollabieren von Zeit und Raum zeigt sich vor allem in seinen mehrteiligen Arbeiten, die faktisch den „Raum dazwischen“ zum Teil der Arbeit machen. In diesem Sinn ist Dorners Malerei ein Spiel mit der Gegenwärtigkeit, dem Hier und Jetzt, dem Moment „der immer so bleiben könnte“ und gleichzeitig der Veränderlichkeit aller Dinge.


Helmut Dorner ist 1952 geboren und studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf. 1997 stellte er auf der documenta X in Kassel aus. Seit 1989 hat er die Professur für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe inne. Seine Werke sind Teil renommierter
Museumssammlungen wie dem Centre Pompidou Paris, Museum für Neue Kunst, ZKM Karlsruhe, Museum Winterthur, Schweiz, Arco Fundacion, Madrid, Museum Reina Sofia, Madrid oder der Staatsgalerie Stuttgart.














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