Iiu Susiraja
Opening: 15.3., 6-9 pm
Düsseldorf, 16.03.2019 - 27.04.2019
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Pressemitteilung
„I may feel that a certain object is funny, or violent, but I never think about a specific message I want to convey. I do understand that people find political and social, especially feminist meanings in my work, but I don’t build those associations in to my work intentionally. I make images, my job is not to articulate them verbally.“ (Iiu Susiraja)

Iiu Susiraja inszenierte Fotografien und Filme stellen den Betrachter auf die Probe. Susiraja inszeniert ihren Körper im Dialog mit banalen alltäglichen Objekten wie Würsten, Staubwedeln oder Luftballons. Ihre Performance findet ausschließlich für die Kamera im privaten Raum wie dem Haus ihrer Eltern oder Hotelzimmern statt. Betrachtet man ihre Bildwelten, denkt man unweigerlich an den trockenen, aber doch so wahren Humor zwischenmenschlicher Beziehungen wie man ihn bei dem Filmemacher Aris Kaurismäki findet. Denkt man an die zeitgenössische Fotografie, findet man Referenzen zur Nüchternheit einer Rineke Dijkstra oder dem Grotesk-Barocken später Cindy Sherman Arbeiten. Innerhalb dieser Referenzen bildet
Iiu Susiraja eine markante Position, denn ihre Inszenierungen sind unweigerlich ein Echo auf die „Selfie-Culture“ der Social Media Kanäle unserer Gegenwart und deren innigen Wunsch „gesehen und geliebt“ zu werden. Bei Susiraja garantiert die Kamera eine Distanz und Sicherheit mit der sie die feinen Nuancen zwischen Voyeurismus und Exhibitionismus exakt kontrolliert. Nicht zuletzt verstärkt durch den Humor, der ihre tragisch-komischen Situationen charakterisiert. Innerhalb ihrer Inszenierungen werden die Objekte zu einer Art „menschlichem Gegenüber“ mit dem Susiraja das Spektrum möglicher zwischenmenschlicher Beziehungen austestet. In diesem Sinn findet gleichzeitig ein Amalgam von Unsagbarem, Banalen, Grotesken und Schönen Ausdruck ohne wörtlich benannt werden zu können. Susiraja Fotografien und Filme positionieren die kunstgeschichtliche Tradition des Selbst-Portraits unmittelbar in der Gegenwart und hinterfragen pointiert wieviel des eigenen „Selbst“ überhaupt sichtbar gemacht wird.


Iiu Susiraja ist 1975 in Finnland geboren und lebt in Turku. Aktuell widmet ihr das KIASMA Museum in Helsinki eine Einzelausstellung. Ihre Arbeiten sind in Museumssammlungen wie dem KIASMA, University of Chicago, Rubell Family Collection und Gothenburgh Museum of Art vertreten. Einzelausstellungen waren u.a. bei Ramiken Crucible in New York oder dem Finnish Museum of Photography zu sehen.














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